Tee

Was ist Tee?

Alle Tees stammen von der Teepflanze 'Camellia sinensis '. 
Ähnlich wie bei Weintrauben gibt es verschiedene Sorten und Kultivare, die in den letzten Jahrhunderten von verschiedenen Bauern in verschiedenen Regionen entwickelt wurden.

Warum schmeckt Tee anders?

Neben der Sorte des Tees und den Unterschieden in den Kultivaren, beeinflussen den Geschmack auch der Ort, an dem sie angebaut werden. 
Bodenarten, Höhen, Feuchtigkeit, Klima und viele weitere Faktoren können zu einem sehr unterschiedlichen Geschmacksprofil führen.

Warum gibt es verschiedene Tees?

Im Laufe der Zeit haben die Menschen verschiedene Wege gefunden, aus einfachen Teeblättern die Hauptkategorien von Tee, wie man ihn nun auf der ganzen Welt findet, herzustellen. Weißer Tee, Grüner Tee, Oolong-Tee, Schwarzer Tee und Pu Erh-Tee können alle aus genau dem gleichen Teeblatt von derselben Farm hergestellt werden. Sie unterscheiden sich jedoch enorm durch die Art und Weise, wie diese frischen Teeblätter verarbeitet werden. Auch unterschiedliche Regionen, als Teil ihrer Kultur, haben ihre Expertise in der Herstellung einer Teesorte gefunden. Das macht einige Tees aus speziellen Regionen so interessant.
Osmanthus Alley beschäftigt sich für Sie mit diesen Regionen und Besonderheiten und wählt nur die Tees aus, die auch hohen Ansprüchen entsprechen und ihre Sorte und Region gut repräsentieren. 

Oxidation:

Der Hauptfaktor, der den Unterschied zwischen den Teesorten bildet, ist die Oxidation. Oxidation geschieht, wenn die frischen Teeblätter beschädigt, also gepresst, gebogen oder zu Kugeln geformt, werden. Die Oxidation wird durch Erhitzen der Teeblätter (durch Rösten, Dämpfen, Kochen usw.) oder durch Trocknen der Blätter gestoppt.
 

Wie werden verschiedene Tees hergestellt?

Weißer Tee
Die am wenigsten verarbeitete Teesorte. Die Teebauern pflücken die Knospen und manchmal auch die kleinsten, frischesten Blätter und achten sehr darauf, den Tee in keiner Weise zu zerdrücken. Nach der Ernte trocknen sie die Blätter und sobald die Blätter getrocknet sind, ist der Tee fertig. Weißer Tee ist also die älteste Art Tee zu trinken.
Der Grund, warum er Weißer Tee genannt wird, ist, weil auf den Teeblättern noch kleine Weiße Härchen wachsen. Es findet kein Fermentierungsprozess statt, weil die Teeblätter nicht gequetscht werden. Auch die Zellwände der Teeblätter werden nicht zerstört und somit entfaltet sich nur sehr geringes Aroma.
Wegen der großen Vorsicht bei diesem Prozess und der Notwendigkeit handgepflückter Knospen der Teepflanze ist weißer Tee in der Regel eine teure Sorte, die nicht in Massen produziert wird. 

Grüner Tee
Knospen und junge Blätter werden für grünen Tee gepflückt. (Eine Knospe und die 2 jüngsten Blätter sind hierbei der Standard.) Er ist ein nicht oxidierter Tee.
Die Bauern müssen darauf achten, die Teeblätter nicht zu zerdrücken, bevor der nächste Verarbeitungsschritt erfolgt. Nach einem kurzen Welken werden die Blätter erhitzt, um die Enzyme zu deaktivieren. Nach chinesischer Tradition werden die Teeblätter in einem Wok erhitzt. In der japanischen Tradition werden sie gedämpft. Japanischer grüner Tee hat ein grasiges Geschmacksprofil. Chinesischer grüner Tee wird komplexer und hat oft einen nussigeren und gerösteten Geschmack. Nachdem die Enzyme deaktiviert sind, werden die Blätter sehr grob behandelt damit die Zellwände des Tees zerstört werden. Sie werden gerollt, gedreht, gepresst usw. Dieser Prozess erhöht das Aroma des Tees. Am Ende wird der Tee getrocknet und ist trinkfertig. Grüner Tee ist berühmt für seine gesundheitlichen Vorteile. Alle Teesorten haben bestimmte Eigenschaften, die der Gesundheit zugutekommen können.
Da verschiedene Teesorten in unterschiedlicher Weise Ihrer Gesundheit guttun kann, raten wir Ihnen die verschiedenen Teesorten zu erforschen und kennenzulernen, damit Sie den perfekten Tee, der Sie gesundheitlich auch stärkt, finden können.

Oolong Tee 
Erhältlich in einer Vielzahl von Variationen. Oolong-Tee ist ein halb oxidierter Tee. Das bedeutet, dass der Oxidationsgrad zwischen 15% und 85% liegen kann. Für Oolong-Tee werden frische, aber vergleichsweise größere Blätter gepflückt. Nach dem Verwelken kommt es zu einem langen, sich wiederholenden Prozess des Quetschens und des Welken-lassens. Dieser Prozess hängt vom Verarbeiter ab, und führt dazu, dass Oolongs in sehr vielen natürlichen Geschmacksprofilen, die sich während dieses Prozesses bilden, zu finden sind. Am Ende werden die Teeblätter erhitzt (meist in der Pfanne gebraten), danach entweder zu Kugeln oder Streifen geformt und dann in einem letzten Schritt gebacken. Viele Faktoren bei diesem Backen können große Auswirkungen auf den Tee haben. Eine hohe Temperatur über eine kurze Zeit, oder niedrige Temperatur bei langer Backzeit sowie die Art der Brennstoffe für den Backraum können den Geschmack und die Haltbarkeit des Oolong-Tees beeinflussen. Betrachtet man die Farbe der Blätter eines Oolong-Tees, so kann man niedrig oxidierte von hoch oxidierten Oolongs deutlich unterscheiden.
Taiwan gilt als die "Hauptstadt" der Oolong-Tee-Kultur. Wir sind sehr stolz darauf, viele Tees aus Taiwan, der Provinz Fujian und Vietnam, die alle einzigartige Wege zur Herstellung von Oolong-Tee gefunden haben für Sie selektiert zu haben. 

Schwarzer Tee
Er ist auf einem Niveau von 90-95% oxidiert. Die Teebauern pflücken hierfür die jungen Blätter und rollen sie entweder von Hand oder mechanisch. Dabei wird versucht die Blätter so oft und hart wie möglich zu quetschen, damit alle ätherischen Öle mit der Luft reagieren und oxidieren können. Dieser Prozess macht die Blätter schwarz und den Geschmack stärker und robuster. Durch diesen Prozess entwickeln sich auch die Tannine im Tee.
Schwarzer Tee eignet sich sehr gut für Milch, als Milktea und auch als Chai.

Pu-Erh Tee
Diese Teesorte stammt aus der Provinz Yunnan im Süden Chinas. In dieser Region wird Tee mithilfe alter und ausgewachsener Teebäume angebaut. Die Teeblätter dieser speziellen ausgewachsenen Teebäume ermöglichen eine spätere Nachfermentation des Tees. Nach einem ziemlich üblichen Prozess (ähnlich wie bei grünem Tee) wird der Tee ein zweites Mal fermentiert. Traditionell wurde dieser Tee für die zweite Fermentation mindestens zwei Jahrzehnte in großen, erdigen Kellern aufbewahrt und begann dadurch nochmals zu fermentieren. Heutzutage geht dieser Prozess schneller vonstatten und die Teebauern lagern den Pu-erh-Tee für einige Monate unter kontrollierter Temperatur und Feuchtigkeit, um dieses einzigartige erdige Aroma zu erreichen. Pu-erh-Tee ist berühmt dafür, dass er zu schönen, runden Teekuchen gepresst wird und auch gern mal in dieser Form präsentiert wird.
Guter und alter Pu-Erh wird auf dem asiatischen Markt zu ähnlich-hohen Preisen gehandelt wie alter Wein von Weinsammlern in Europa. Pu-Erh-Tee ist auch in der Hausapotheke vieler Menschen ein beliebtes Mittel gegen Kater.